Thema: "Hip Hop als pädagogisches Projekt"
Ablauf
| 13:00—13:10 Uhr | Eröffnung der Konferenz durch Max Rademacher (Initiator des Festivals) und Gerd Honymus (Honymus Stiftung Halle Merseburg) |
|---|---|
| 13:10—14:25 Uhr | 1. Themenblock: Von der Bronx bis Rio de Janeiro: Hip-Hop-Aktivismus in globaler und geschichtlicher Perspektive mit: Nicolas Gouasdoue (Soziologie Universität Rennes, Frankreich) Matthias Jung (Archiv der Jugendkulturen Berlin) |
| 14:25—14:45 Uhr | Pause |
| 14:45—16:00 Uhr | 2. Themenblock: Fokus Hip-Hop-Pädagogik in Deutschland: Tradition und Innovation mit: Akim Walta (Hip Hop Stützpunkt Berlin) Reno Rössel (Steinhaus Bautzen e. V.) Maxi Kretzschmar (IBUg Weimar) |
Inhaltlicher Ansatz
Die Konferenz am Samstag zu "Hip Hop als pädagogisches Projekt" stellt den inhaltlichen Kern des Festivals dar. Sie wird von der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt unterstützt und begleitet und schließt an die erste Konferenz im Jahr 2010 an, als die Frage "Hip Hop vs Konsumgesellschaft" Thema war. Zwischen Publikum, Wissenschaftlern und Hip-Hop-Zeitzeugen aus der Ex-DDR und Altbundesdeutschland entstand dabei eine kontroverse, aber differenzierte Diskussion. Die Frage, ob Hip Hop eine klare Alternative zur entmündigenden und passiv-machenden Konsumgesellschaft, in der die heutige Jugend aufwächst, bietet, konnte nicht eindeutig beantwortet werden — allein die Gegenüberstellung zwischen Hip Hop und Konsumgesellschaft empfanden viele als problematisch und zu vereinfacht. Dennoch haben das rege Interesse und das Diskussionsniveau gezeigt, dass die Fragestellung mehr als relevant ist.
Warum geht es nun dieses Jahr um Hip Hop und Bildung? Wie oben erwähnt, sind wesentliche Triebkräfte der Hip-Hop-Kultur Selbstermächtigung, Gemeinschaft und Interkulturalität. Die meisten oben aufgeführten Beispiele spielen sich außerhalb von Deutschland ab, und man darf sich fragen, was es nun mit dem Verhältnis zwischen Hip Hop und Bildung in Deutschland auf sich hat. Viele Dinge finden in der Tat auf der Amateursebene statt. Kinder und Jugendliche praktizieren die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen des Hip Hop (und damit auch Selbstbildung) hobbyweise, denn Hip Hop ist eine Praxis der Selbstbehauptung über Wettkampf, bietet Entfaltungsspielraum per Kreativität, schafft Identitätsangebote und operiert stets integrierend, über Bezugnahme auf den Anderen — ob nun Teamkollege, Rivale oder Zuschauer. Darüber hinaus haben viele Vereine und andere zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland die pädagogische und kulturelle Landschaft bevölkert und arbeiten professionell als Bildungsakteure mit Kindern und Jugendlichen über Hip Hop, oft auch an Schulen und Universitäten.
Dass Hip Hop viel kann, ist den meisten klar; die Frage lautet: Wie, unter welchen Bedingungen und mit welchen Mitteln? Dies ist die zentrale Fragestellung der Konferenz, an der Wissenschaftler und Aktivisten aus Deutschland und Frankreich zusammenkommen. Die Konferenz bietet zudem ein Plattform für Akteure, um ihre Hip-Hop-Bildungsprojekte vorzustellen und dies betreffend kritische Fragen mit dem Publikum zu diskutieren. Fragen, die

Impressum







